Fachkräfte für Hamburg

Unternehmen auf Diversitätskurs

Den Fachkräftebedarf in Hamburg durch die Ausschöpfung und Qualifizierung vorhandener Ressourcen langfristig zudecken sowie demografischen Veränderungen entgegenzuwirken – dafür arbeitet das öffentlich geförderte Projekt "Fachkräfte für Hamburg" und bringt die verschiedenen Akteure des Arbeitsmarktes an einen Tisch.

Der Fokus liegt dabei auf der Generation 50+ sowie Zielgruppen, die auf dem Hamburger Arbeitsmarkt unterrepräsentiert sind. Durch Beratung, Qualifizierung, Matching-Angebote und Netzwerkarbeit unterstützt das Projekt Unternehmen auf ihrem Diversitätskurs und trägt dazu bei, dass Menschen mit Migrations- oder Fluchtgeschichte, Menschen mit Beeinträchtigung und Menschen, die Sorgearbeit leisten, bessere Chancen und Rahmenbedingungen auf dem Arbeitsmarkt bekommen. 

Seit 2020 werden unter dem Dach "Fachkräfte für Hamburg" die Aktivitäten von "Fachkräftesicherung bei KMU" (ehemals "BQM") und "ddn Hamburg" gebündelt.

Schwerpunkte

Menschen mit Migrations- oder Fluchtgeschichte

"Fachkräfte für Hamburg" vertritt im Hamburg Welcome Center den UVNord e. V. (Vereinigung der Unternehmensverbände in Hamburg und Schleswig-Holstein e. V.) und berät interessierte Unternehmen bei der Einstellung von Menschen mit Flucht- oder Migrationsgeschichte. Es unterstützt Unternehmen bei allen Fragen rund um das Thema und vermittelt passende Bewerberinnen und Bewerber für vakante Stellen. Dabei bietet es Hilfestellung bei Formalitäten und begleitet den gesamten Bewerbungsprozess. 

Als erfolgreiche Maßnahmen im Matchingprozess zwischen Unternehmen und Bewerbern/-innen mit Flucht- oder Migrationshintergrund haben sich die Speed-Datings und die Betriebserkundungen erwiesen. Auf diese Weise hat beispielsweise auch ►Karam Koach einen Ausbildungsplatz bei Hugo Pfohe erhalten und ►Schüler/-innen der Gretel Bergmann Schule einen Betriebsbesuch bei der STILL GmbH machen können.

Menschen mit Beeinträchtigung

Titelbild der AnalyseWie ist es um Menschen mit Behinderung am Hamburger Arbeitsmarkt bestellt? Dieser Frage widmet sich eine Analyse, welche die KWB im Auftrag der damaligen Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration im Rahmen des Aktionsbündnisses für Bildung und Beschäftigung Hamburg – Hamburger Fachkräftenetzwerk erstellt hat. Sie umfasst eine Sekundäranalyse amtlicher Daten sowie eine Bestandsaufnahme vorhandener Unterstützungs- und Förderangebote. Praxisbeispiele zeigen zudem auf, wie Inklusion in Hamburg umgesetzt wird. Download der Analyse zur Erwerbssituation von Menschen mit Behinderung in Hamburg (PDF, 2 MB).

Den Handlungsempfehlungen der Analyse folgend setzt "Fachkräfte für Hamburg" Veranstaltungen zur Arbeitsmarktinklusion um. Alles startete mit dem Kick-off "Diversity & Inklusion" und führte zum Forum Inklusion, das halbjährlich stattfindet:

Grafik: Diversity & Inklusion►Forum Inklusive Ausbildung I: "Unser Auszubildender ist heute eine Säule im Arbeitsalltag"

►Forum Inklusive Ausbildung II: "Wir sagen schon im Einstellungsgespräch, dass wir inklusiv arbeiten."

►Forum Inklusive Ausbildung III: "Digitalisierung – Chance für Inklusion"

►Forum Inklusive Ausbildung IV: "Potenziale von Menschen mit Sehbeeinträchtigung"

Menschen, die Sorgearbeit leisten

Frauen und Männer, die lange Sorgearbeit beispielsweise für Kinder oder andere Angehörige geleistet haben, steigen teilweise mit einem Minijob wieder in die Arbeitswelt ein. Gute Gründe, warum sich die Umwandlung in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung für Minijobbende und Unternehmen lohnt, hat "Fachkräfte für Hamburg" zusammengetragen und belegt.

Die Informationen zum dem Themenbereich hat das Projekt auch für die Website des Hamburger Fachkräftenetzwerkes aufgearbeitet. In einem kurzen Informationspapier sind die wichtigsten Fakten zum Thema "Warum sich die Umwandlung von Minijobs lohnt" zusammengefasst.

► Zusammenfassung für Beschäftigte "Das sollten Sie als Minijobber/-in wissen" (PDF, 411 KB)

► Zusammenfassung für Unternehmen "Minijobs: Das sollten Unternehmen wissen" (PDF, 423 KB)

Das Informationspapier für Minijobbende wurde in fünf Sprachen übersetzt:

pdf Arabische Version
يجب أن تعرف ذلك كشخص يقوم بما يُعرف ب »الوظيفة الصغيرة

 

pdf Bulgarische Version
Като упражняващо „мини работа“ лице трябва да знаете това

 

pdf Englische Version
What you should know as a mini-jobber

pdf Polnische Version
To powinien wiedzieć każdy pracujący w ramach Minijob

 

pdf Türkische Version
Küçük işlerde çalışan olarak bunları bilmenizde fayda var

 

 

Bild: BranchendialogDarüber hinaus veranstaltete das Projektbüro im Vorfeld die Branchendialoge "Verborgene Ressourcen von Minijobbenden", bei denen das Ohr an die Praxis gelegt wurde: Welche Vor- und Nachteile sehen die Unternehmensvertreter/-innen und Sozialpartner der Branchen in der Beschäftigungsform Minijob?
V. l.: Brigitte Nolte, Geschäftsführung Handelsverband Nord, Petra Lotzkat, Staatsrätin der Sozialbehörde, und Heike Lattekamp, Landesfachbereichsleitung ver.di. © KWB

So berichtete die Personalleitung einer Hamburger Reinigungsfirma auf dem Branchendialog: "Wir können zeitweise keine Aufträge mehr annehmen, weil uns das Personal dafür fehlt". Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, lohnt sich ein Blick auf die eigenen Angestellten und ihre Beschäftigungsform. Die Umwandlung von Minijobs in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung stellte sich als ein Lösungsansatz dar, der sowohl für Arbeitgeber/-innen als auch für Arbeitnehmer/-innen viele Vorteile hat. Im Rahmen von drei Branchendialogen diskutierten Vertreter/-innen von Behörden, Berufsverbänden und Gewerkschaften mit Unternehmern/-innen Erfolgsstrategien und Herausforderungen, die mit der Umwandlung von Minijobs einhergehen. 

► Bericht zu den Branchendialogen (PDF)

Im darauf folgendem Jahr 2019 wendete sich "Fachkräfte für Hamburg" der Perspektive der Minijobbenden zu. Über Interviews und Gespräche wurden Beratungsbedarfe ermittelt und Handlungsempfehlungen erstellt.

Demographischer Wandel

Logo: ddn HamburgDer demographische Wandel bringt Veränderungsprozesse für alle Unternehmen, unabhängig von ihrem Standort, mit sich. Fachkräftemangel, Nachwuchsengpässe, massenweise Altersabgänge, Abwerbung von Know-how-Trägern, War for Talents, altersgemischte Teams, steigender Anteil von älteren Beschäftigten sind Folgen der Altersverschiebung. Die zukünftige Aufgabe wird darin bestehen, zunächst die vorhandenen Mitarbeiter/-innen zu entwickeln und zu halten. Hat sich ein Unternehmen mitarbeiterorientiert, alters- und alternsgerecht aufgestellt, gelingt auch die Rekrutierung qualifizierter Kräfte.

Diesem Thema widmet sich das "Demographie Netzwerk Hamburg", kurz "ddn Hamburg", welches unter dem Dach von "Fachkräfte für Hamburg" in der KWB umgesetzt wird.

 

Matching-Plattform während der Corona-Pandemie

Mit der Matching-Plattform hat die KWB im Auftrag der Sozialbehörde Unternehmen die Möglichkeit geboten, branchenunabhängig temporäre personelle Verfügbarkeiten und Bedarfe für die Zeit der Corona-Pandemie zu inserieren und untereinander auszugleichen. Ziel der Matching-Plattform war es, beide Parteien auf diesem Weg unbürokratisch im Sinne einer Personalpartnerschaft zusammenzubringen und so zur Sicherung von Fachkräften, Arbeitsplätzen und Produktivität beizutragen. Mitte 2021 ist die Matching-Plattform ausgelaufen.

Interessierte Unternehmen können Personalpartnerschaften weiterhin auf eigene Initiative umsetzen und erhalten über das bereitgestellte Online-Seminar "Möglichkeiten der Job-Tauschbörse – Rechtliche Beratung zur Personalpartnerschaft" vom 17. Juni 2020 die Ratschläge zur Ausgestaltung.

pdf Die Präsentation von Fachanwältin Dr. von Stechow (PDF).

 

Auszeichnung mit dem
Integrationspreis der Bundeskanzlerin

Bjeen Alhassan gewinnt Inklusionspreis
Projektmitarbeiterin Bjeen Alhassan und Staatsministerin Annette Widmann-Mauz.
Quelle: Bundesregierung

Unserer Projektmitarbeiterin Bjeen Alhassan gratulieren wir von Herzen zur Verleihung des Integrationspreises der Bundeskanzlerin 2020 für ihr ehrenamtliches Engagement "Lernen mit Bijin". Weitere Informationen erhalten Sie hier.

 

 

Öffentliche Förderung

Logo: Hamburger Fachkräftenetzwerk

Das Projektbüro "Fachkräfte für Hamburg" wird im Rahmen des "Aktionsbündnises Bildung und Beschäftigung Hamburg – Hamburger Fachkräftenetzwerk" gefördert. Dieses setzt sich zusammen aus dem Hamburger Senat (vertreten durch die fachlich betroffenen Fachbehörden), der Agentur für Arbeit Hamburg, dem Deutscher Gewerkschaftsbund Bezirk Nord, der Handelskammer Hamburg, der Handwerkskammer Hamburg, dem Jobcenter team.arbeit.hamburg sowie dem Unternehmensverband Nord. Das Hamburger Fachkräftenetzwerk wurde im Jahr 2013 gegründet, um eine neue Qualität der Zusammenarbeit aller arbeitsmarktpolitischen Akteure zu schaffen, da keiner der Partner des Fachkräftenetzwerks alleine die erforderlichen Analysen und fachpolitischen Anpassungen zur Fachkräftesicherung leisten kann.

Kontakt

Janna Bischoff
Tel.: 040 334241-461 

Dr. Oliver Borszik
Tel.: 040 334241-336

Monika Ehmke
Tel.: 040 334241-333

Sandra Hinrichs
Tel.: 040 334241-420

Dr. Rita Panesar
Tel.: 040 334241-422

Susanne Sabisch-Schellhas
Tel.: 040 334241-415

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Das Projekt "Fachkräfte für Hamburg" wird von der Behörde für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Familie und Integration der Freien und Hansestadt Hamburg im Rahmen des
Aktionsbündnisses für Bildung und Beschäftigung Hamburg – Hamburger Fachkräftenetzwerk finanziert.